Die Mama Mindset Formel – Wie du dich selbst nach vorne denkst

Titel: Die Mama Mindset Formel

Bestimmt hast du schon einmal von positivem Denken und positivem Mindset gehört.
Aber weißt du wie es wirklich funktioniert und wie du es optimal für dich nutzen kannst? In diesem Artikel bekommst du einen guten Überblick und eine Übung, wie du dein aktuelles Mama Mindset herausfindest und nach vorne pusht. Die Sportwelt nutzt das mentale Training schon lange, wieso solltest du es nicht auch für dich in deinem Alltag zwischen Beruf und Familie nutzen. Lies los und probiere es aus.

Was ist ein Mindset?

Das Wort Mindset kommt aus dem Englischen. „Mind“ bedeutet Geist und „to set“ einstellen. Wörtlich übersetzt heißt es also den Geist einstellen. Es geht also um unsere Denkweise, Haltung, Einstellung, Überzeugung oder Weltanschauung, wenn wir von Mindset sprechen. Wie denken wir über etwas? Wonach bewerten wir die Situation? Wie gucken wir auf unser Leben? All diese Fragen können werden wir mit einem bestimmten Mindset beantworten.

Woraus besteht das Mindset?

Das Mindset besteht aus dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein. Das BW ist unser Verstand oder unsere Ratio. Der Verstand ist für die Logik zuständig. Mit ihm setzen wir Ziele, analysieren bestimmten Situationen und überprüfen, ob wir unsere Ziele erreicht haben. Daneben existiert unser Unterbewusstsein. Es besteht aus unseren Erfahrungen, Prägungen, Werten, Glaubensätzen und Überzeugungen. Das Unterbewusstsein funktioniert wie eine riesige Festplatte. Auf ihr wird alles gespeichert.

Wie funktioniert das Mindset?

Es ist wichtig zu wissen, wie dein Mindset überhaupt funktioniert.
Wenn du auf die Welt kommst, bist du noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Ab diesem Zeitpunkt nimmst du deine Umwelt wahr und lernst dazu. Deine Erfahrungen, die Werte und das Verhalten deines Umfeldes beginnt dich zu prägen. Du lernst, wann du für etwas gelobt wirst und wann etwas nicht so gut ankommt. Du lernst die Werte, Glaubensätze und Überzeugungen deiner Eltern, Großeltern, Lehrer und Freunde kennen und passt dich an Vieles davon an. Denn du willst dich dazugehörig fühlen. Und das ist im Großen und Ganzen auch gut so, denn eine Gemeinschaft funktioniert nur, wenn sich alle an bestimmte Regeln halten.
Dieser frühkindliche Lernprozess erfolgt unbewusst. Wir machen uns noch keine Gedanken über das, was unsere Umwelt uns vorlebt und woran sie glaubt.

Beispiele:

  • Als du klein warst, haben sich deinen Eltern immer gefreut, wenn du leise warst. Dein Learning: Ich werde geliebt, wenn ich leise und artig bin.
  • Du wurdest sehr gelobt, wenn du eine gute Note nach Hause gebracht hast. Dein Learning? Ich bin wertvoll, wenn ich gut in der Schule bin.
  • Dein Kunstlehrer hat sich über deine Zeichnung lustig gemacht. Was speicherst du ab? Ich bin nicht kreativ.
  • Du warst nicht so gut im Volleyball. Dein Learning: Ich bin eben keine Sportskanone.

Du siehst an diesen Beispielen, dass unsere Erlebnisse uns prägen und auch unsere Einstellung zu uns selbst formen. Gleichzeitig entwickeln wir Strategien, mit denen wir gut durch das Leben kommen. In der Kindheit war ein bestimmtes Verhalten vielleicht geeignet, von unseren Eltern ein Lob zu bekommen (z.B. artig sein), im Erwachsenen-Leben kann sich so etwas dann auch negativ auswirken (z.B. mangelndes Durchsetzungsvermögen) und uns blockieren. Die Herausforderung ist allerdings, dass wir in der Regel gar nicht wissen, welche Glaubenssätze wir übernommen und abgespeichert haben.

Aufgaben des Unterbewusstseins

Speicher

Wieso ist es wichtig zu wissen, welche Glaubenssätze wir verinnerlicht haben? Wie gesagt, zunächst funktioniert das Unterbewusstsein wie ein riesiger Speicher für alles was wir erleben und was uns prägt: Erfahrungen, Werte, Prägungen, Strategien, Glaubenssätze.

Filter

Daneben hat das Unterbewusstsein noch die Aufgabe eines Filters. Alle Reize, die täglich auf uns einströmen, werden gefiltert und nur die zu unserem Bewusstsein durchgelassen, die dazu passen. Den Rest filtert das Unterbewusstsein einfach für uns weg. Wir nehmen nur 0,002 % aller Reize pro Tag überhaupt wahr. Alles andere würde zu einer kompletten Überforderung führen.

Beispiel: Du willst dir ein neues Auto einer bestimmten Marke kaufen und es soll rot lackiert sein. Sobald dein Unterbewusstsein dein Ziel als ernstzunehmend abgespeichert hat, wird es im Außen nach Situationen suchen, die dazu passen. Das führt dazu, dass du ab diesem Zeitpunkt plötzlich alle roten Autos deiner Lieblingsmarke in deinem Umfeld wahrnehmen wirst. Du wirst dir dann vielleicht sagen: „Ist ja verrückt, wie viele rote Autos es auf einmal gibt.“ Das stimmt aber nicht, denn diese Autos waren auch schon vorher da. Dein Interesse bzw. dein Fokus lagen aber nicht auf dem Kauf eines roten Autos, deshalb gelangten sie auch nicht in deinen Wahrnehmungsbereich.

Probiere es einfach mal aus, indem du dir sagst: Heute möchte ich unbedingt alles grünen Autos wahrnehmen.

Lenker

Damit wird aber auch deutlich, dass das Unterbewusstsein nicht nur Speicher und Filter ist, sondern auch ein Lenker. Es überprüft deinen Überzeugungen und entscheidet danach, was dazu passt. Es geht nämlich davon aus, dass alles was du deinen bisherigen Glaubenssätzen passt, auch gut für dich ist.

Soweit so gut. Nur weißt du, was du über dich in allen Lebensbereichen denkst? Was wenn du denkst, ich bin es nicht wert geliebt zu werden? Was glaubst du, was für Erlebnisse wird das Unterbewusstsein in deinen Wahrnehmungsbereich ziehen?

Und genau hier liegt die Herausforderung. Dein Unterbewusstsein entscheidet, was gut und passend für dich ist, nach deiner Programmierung. Denn alle Erfahrungen, die du bis dahin gemacht hast, bilden neuronale Verknüpfungen in deinem Gehirn. Und je öfter du dasselbe wiederholt, gedacht oder genutzt hast, desto stärker werden diese neuronalen Verbindungen ausgeprägt. Sind es erst kleine zarte Sträßchen, werden sie irgendwann zu Straßen und deine stärksten inneren Überzeugungen werden zu Autobahnen. Und welche Straße würdest du dann nutzen, um von A nach B zu kommen?

Wohl auch die Autobahnen. So sorgt dein Unterbewusstsein dafür, dass du immer wieder die Autobahnroute wählst, sobald diese am besten zu deinen bisherigen Erfahrungen, Gedanken oder Prägungen passt. Deine innere Programmierung funktioniert also wie ein Magnet.

Beispiel: Hast du die innere Überzeugung: Mir gelingt alles, wirst du auch Menschen, Situationen, Chancen anziehen bzw. wahrnehmen, die zu dieser Überzeugung passen.

Nichts änderst sich, außer du änderst deine Gedanken.

Turnaround

Jetzt sitzt du vielleicht da und sagst dir: Oh je, wer weiß, was ich alles so denke und welche Prägungen mich unbewusst leiten. Don’t worry. Die gute Nachricht ist, du kannst es deine Gedankenmuster ändern und damit deine Magnetkraft verändern. Doch dazu musst du erst einmal herausfinden, was du denkst, welche Glaubenssätze und Prägungen in dir schlummern und welche Muster und Strategien du als erfolgsversprechend in dir abgespeichert hast.

„Deine bisherigen Gedanken haben dich genau dorthin gebracht, wo du gerade stehst. Dein zukünftigen bringen dich dahin, wo du hinwillst.“

Die Mama-Mindset Formel

Die Mama Mindset Formel lautet: Deine Gedanken zu dir + deine Prägungen ergeben dein Mama-Mindset.

Fangen wir doch gleich mal mit deinem Mama-Mindset an. Nimm dir ein Blatt Papier und beantworte folgende Fragen:

  • Was macht eine gute Mutter?
  • Wie viel Zeit muss sie mit ihren Kindern verbringen?
  • Was muss sie können?
  • Wie bist du selbst aufgewachsen?
  • Was hat dir deine Mutter über das Thema Mutterschaft beigebracht?
  • Wie war das Verhältnis zu ihrem Mann?
  • Was hat sie dir vorgelebt?
  • Wie ist sie mit ihren Bedürfnissen umgegangen?
  • Welche Prägung hat sie von ihrer Mutter erhalten?
  • Was denkst du über deine Qualitäten als Mutter?
  • Welche Glaubenssätze gibt es dazu in deiner Familie?
  • Wann hast du ein schlechtes Gewissen?
  • Was machst du nicht gut?
  • Wo solltest du dich deiner Meinung nach verbessern?

Diese Frageliste ließe sich noch lange weiterführen. Wichtig ist, dass du versuchst so viel deiner Glaubenssätze zu diesem Thema aufzuspüren. Nimm dir dafür Zeit und bleibe dran. Du kannst auch ein kurzes Interview mit deinen Eltern, Geschwistern oder Freunden führen.

Geh anschließend aufmerksam durch dein Leben und achte darauf, was du in bestimmten Situationen über dich denkst. Füge es deiner Liste hinzu.

Geh dann deine Liste durch. Was kannst du erkennen? Inwiefern bist du zufrieden, mit dem was du denkst? Was wirst du mit diesem Mama-Mindset mehrheitlich anziehen?

Du bist nicht zufrieden?

Dann guck dir die Formel noch einmal genau an. Dein Ergebnis kennst du jetzt. Und du kennst deine täglichen Gedanken und deine Prägungen.

Wenn du an dem Ergebnis etwas ändern möchtest, musst an den Komponenten der Formel arbeiten.

Das kannst du tun, indem du dir hinter jedem Gedanken, jedem Glaubenssatz und jeder Überzeugung, die positive Variante aufschreibst.

Beispiel: Du hast herausgefunden, dass du oft denkst: „Ich bin zu ungeduldig mit meinen Kindern“. Dann schreibst du dir auf: „Ich bin eine ungeduldige und ruhige Mutter.“

Gehe alle deine aufgeschriebenen Gedanken durch und schreibe sie täglich auf. Am Anfang wird dir das vielleicht komisch vorkommen und du wirst den Satz nicht fühlen. Doch wenn du dranbleibst, wird sich das bald schon ändern und du kannst mit dieser Methode deine Prägungen „überschreiben“.

Du wirst sehen. Schon bald erkennt dein Unterbewusstsein deine neuen Denkmuster als neue Zielvorgabe für dein Leben und du wirst ganz andere Dinge, Situationen und Erlebnisse in dein Leben ziehen.

Das passiert natürlich nicht über Nacht. Du darfst täglich auf die Suche gehen, trainieren und immer wieder feinjustieren. Du brauchst dafür die Neugierde und Offenheit für diesen Prozess. Geduld, denn Veränderungen passieren nicht über Nacht. Lerne, dass es auf diesem Weg auch immer wieder Rückschläge gibt und feiere jeden noch so kleinen Erfolg.

Viel Spaß dabei.
Alles Liebe Franziska

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